Hundespielzeug im Labor

Eigentlich muss man ja fast davon ausgehen, dennoch hab ich bisher nicht daran gedacht wie giftig Hundespielzeug aus Kunststoff wirklich ist. Das unabhängige österreichische Magazin „Konsument“ hat einige Artikel – darunter auch bekannte Marken – im Labor unter die Lupe genommen. Mit einem unerfreulichen Ergebnis…

Das Gift ABC der Kunststoffe

PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
krebserzeugend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend. Gesetzliche Grenzwerte gibt’s aber nur bei Lebensmittelverpackungen und Autoreifen (!).

DEHP
Dieser chemische Weichmacher ist bei Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren verboten. Ebenfalls krebserzeugend und fortpflanzungsgefährdend.

Nonylphenol
Seit 2003 in der europäischen Industrie verboten, findet man diese gefährliche Substanz vor allem außerhalb. Sie kann Leber und Nieren sowie Fortpflanzungsorgane schädigen.

Bisphenol A
Studien deuten auf einen Zusammenhang mit Diabetes sowie Herz-Kreislauf Problemen hin. Unumstritten ist, dass diese Substanz oral besonders rasch aufgenommen wird und sich stark im Körper anreichert.

Spielzeuge im Test

Fazit vorweg: in ALLEN untersuchten Hundespielzeugen wurden Giftstoffe gefunden. Die Konzentration und Art ist jedoch unterschiedlich. Ein paar grobe Resultate vorweg – die genaue Studie kann man hier online (kostenpflichtig) einsehen.

Konsument Artikel Hundespielzeug

Konsument Artikel Hundespielzeug

Top Schocks
1. Moosgummi Ball von Karlie: Top PAK Wert mit 140 mg/k
2. Fuss-Dog Schwarzes Schwein: der einzige Testartikel mit DEHP (0,42%)
3. Fuss-Dog Lila Knochen: räumt mit 2.400 mg/k Nonylphenol ab(gefolgt von 2 weiteren Fuss-Dog Artikeln) plus 46% Weichmacherersatzstoffe

Bis dato habe ich ja zwei Kauartikeln im Detail vorgestellt:

rogz Grinz-Ball: enthält 30 mg/kg PAKs und 790 mg/kg Nonylphenol
Kong Knochen – im Test Kong Original: enthält „nur“ 8,8 mg/kg PAKs

Kauspielzeug wird bei uns wohl nicht mehr unter dem Weihnachtsbaum liegen. Essbare Kauartikel schmecken Sunny sowieso viel besser 🙂

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4 Antworten zu “Hundespielzeug im Labor

  1. Du kommst mir zuvor, den Artikel hab ich auch schon in Vorbereitung. 😉

    Ich finde es arg schlimm, dass so Spielzeug noch im Umlauf ist. Gerade die Grinse-Bälle sind ja in aller Munde. Im wahrsten Sinne des Wortes…

    Wir habe auch alles Plastik jetzt Zuhause verbannt. Gibt nur noch Stoffknoten oder eben Stofftiere… Wobei da die Lebensdauer sehr begrenzt ist. 😉

    Lg
    Julia

    • Hallo Julia,
      Dann haben wir halt beide einen Artikel dazu! 🙂 Kann nichf oft genug verbreitet werden! 😦 Finds auch arg. Konsumenten müssen aber die Zeichen setzen. Leider fehlt eben oft die Info.
      Hab einen tollen Tag!!!
      glg Claudia

  2. Erschreckend ist es schon a bisserl, aber so richtig verwundern tut es wiederum auch nicht, handelt es sich bei Tiernahrung und -spielzeug doch um einen Milliardenmarkt mit wahrscheinlich bemerkenswert traumhaften Gewinnmargen…

    Mein Dicker hat zwar ein paar Gummi-Spielzeuge (hauptsächlich Noppenbälle und zum Leidwesen der Nachbarn auch einen Quietscheball), aber deren Einsatz werde ich in Zukunft noch weiter einschränken. Bei den Baumwollknoten/-tauen für Zerrspiele bin ich tendenziell auch eher vorsichtig, weil Färbemittel nicht eben den besten Ruf haben. Da spielen wir im Zweifelsfall lieber mit einem schlichten, etwas in die Jahre gekommenen Küchenhandtuch…

    Bei den Rinder-/Büffelhautkaustreifen bin ich manchmal ratlos. Je nach Dicke halten sie eine Viertelstunde bis ein paar Tage und wären damit ideal für den Kauspaß zwischendurch. Aber wenn ich an ihnen Spuren metallischen Abriebs entdecken muss (wohlgemerkt: Öko-Hersteller, nicht das Billigste vom Billigsten), bekomm ich Bauchschmerzen.

    Stofftiere hat er nach seinem 6. Lebensmonat nicht mehr bekommen (einzige Ausnahme: PentaPulls, von denen wir 3 haben). Nicht etwa, weil ich davon ausgehe, dass es bei denen auch nicht besser um die Giftstoffe bestellt ist, sondern wegen ihrer Haltbarkeit und damit verbunden ihrer Füllung. Da hab ich eher mechanische Bedenken (Stichwort Darmverschluss).

    Was bleibt als Kauspielzeug übrig? Bei uns eigentlich nur Knochen (unter Aufsicht und damit reglementiert) und Hirschgeweihstücke, die nicht splittern und verhältnismäßig gering belastet sein dürften. Als Zerrspielzeug eben ausrangierte Küchenhandtücher und die PentaPulls, zum Apportieren ein verknotetes Küchenhandtuch oder ein Baumwoll-Schlampermäppchen. Schade eigentlich, denn an der Bereitschaft, für gute Ware gutes Geld auszugeben, scheitert es wahrlich nicht…

    • Danke für den wie immer interessanten Austausch! Ja, sehe ich genauso – würde gerne Geld für gute Kauspielzeuge ausgeben, aber weiß momentan auch nicht mehr, wer hier das entsprechende Angebot bieten kann.
      Auf metallischen Abrieb bei Rinderhaut hab ich noch nicht geachtet. Danke für den Tipp.
      Mit Stoffspielzeugen haben wir zweierlei Erfahrung: alles kleine eignet sich eher zum Apportieren – wird beim Kauen leicht kaputt. Große Tiere (mit lustigen Füllungen wie Rassel oder Knister Zeug) hält bei uns schon sehr lange.
      Generell wird aber alles nur unter Aufsicht gegeben 🙂

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