Füttern mit Sinn

Aufmerksam.Das Füttern war und ist DIE Kernprozedur unseres Hundetags. Das hat uns nicht nur in der Welpenerziehung gut geholfen, sondern auch im Beziehungsaufbau viel gebracht.

Zu Beginn fütterten wir Sunny 3x, seit dem 1. Lebensjahr 2x täglich. Immer nach dem Spazierengehen. Damit ist das Futter verdient, der Hund ist müde und kann mit vollem Bauch ruhen. Folgende Prozedur haben wir – mind. das erste halbe Jahr 1:1 – durchgezogen:

  • Wenn Sunny ruhig (!) im Vorzimmer liegt, mit „Pfiff“ oder „Komm“ in die Küche rufen. Leckerli.
  • Zur Waage und sie in Sitz Position bringen. Leckerli.
    Während sie sitzt, wird auf der anderen Seite der Napf gewaschen. Leckerli.
  • Dann geht’s im Fuß (anfangs mit Leckerli geführt) zur große Futtertonne im Vorzimmer zum Ausfassen. Mit Sitz und Leckerli natürlich.
  • Dann weiter bis zur Abwasch, wieder Sitz. Leckerli.
    Währenddessen wird das Futter gewogen. Leckerli.
  • Sunny bleibt, „der Futterautomat“ wandert ins Vorzimmer.
  • Wir rufen Sunny wieder mit „Pfiff“ oder „Komm“. Leckerli.
  • Sie sitzt. Leckerli.
  • Sie liegt. Schüssel hinstellen.
  • Sie liegt ruhig und schaut uns an. Futter freigeben mit „Hol’s dir“.
  • Während sie frisst nochmal der „Pfiff“.

Unter Leckerli verstehen wir ein Stück vom Trockenfutter. In der Lernphase gab’s natürlich für jede richtige Handlung ein Leckerli. Später nur mehr zufällig. Die Belohnungsmenge die wir unter Tags verbrauchen, wird natürlich morgens von der Ration abgezogen.

Mit dieser Prozedur hat sie jedenfalls die Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Fuß“, „Komm“ und „Ruhig“ kennengelernt. Letzteres ist mehr eine Gemütshaltung als ein Befehl 😉 und unterstützt – bei Sunny’s ausgeprägt aufgeregt-fröhlichem Charakter – unser Kernziel: eine ruhige, aufmerksame Haltung zu belohnen.

Friede ;)Nachdem Sunny also wohlverdient geschmaust hat, ist sie müde und friedlich. Die beste – nämlich eine belohnenswerte – Stimmung dafür, sie zu Kuscheln und dabei von ihren Welpenzähnchen verschont zu werden. Die waren nämlich schnell ausgepackt, wenn wir sie in aufgeregten Momenten knutschen wollten 😉

Mittlerweile ist der Fütterungsprozess Routine. Sie liegt oder sitzt brav und wartet überall wo sie hinbefohlen wird. Wir machen natürlich auch keine Wohnungswanderungen mehr. Aber es bleibt beim Prinzip: Kommandos ausführen und ruhig warten. Und nach dem Schmausen eine Runde Schmusen 😀

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2 Antworten zu “Füttern mit Sinn

  1. Bei meiner alten fast 15 Jahre alten Jackie dreht sich alles nur noch um Futter (und Schlafen). Man möchte meinen, Futter ist ihr alleiniger Lebenszweck geworden. Wenn sie könnte, fräße sie pausenlos.
    Sie mit Futter noch zu irgendwelchem Verhalten anzuhalten ist schwierig, da sie schlecht sieht und hört. Scheinbar ist auch das Denkvermögen schon etwas eingeschränkt und Fütterungen werden, wenn ich sie nicht vor die Küchentüre schicke bei der Zubereitung zur Folter für alle Beteiligten. Ich glaube, bei Hunden wie ihr ist einfach eine Grenze erreicht, was man mit Futter als Motivation bewegen kann.

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