Typisch Labrador

Als im aktuellen Dogs den Artikel zur Lieblingsrasse Labrador gelesen habe, fühlte ich mich wieder in die Infophase zurückversetzt. Das hat mich zu dieser „Replique“ veranlasst.

Wie schon eingangs erwähnt, haben wir uns lange überlegt, welcher Hund zu uns kommen soll. Die Wahl der Rasse fiel nach intensiver Recherche auf einen Labrador. Nach über einem Jahr Labrador Life – in dem wir auch viele andere Hunde aller Art kennenlernen durften – eine kurze „persönliche Rassebeschreibung“.

Der populärste Hund der Welt

Lt. Dogs Recherche hat der Labrador den Schäferhund als beliebteste Rasse im westlichen Raum abgelöst. Er ist in 11 von 32 Ländern Nummer 1 und rangiert in 27 Ländern unter den Top 10.

Das haben wir auch so erlebt – v.a. mit unserem gelben Labi. Und jeder findet sie süß, hübsch, zum sofort Streicheln & Abknuddeln. Nicht immer ein Vorteil.

Retriever

Das Wort „retrieve“ bedeutet „holen“. Ursprünglich – und mit der Jagdlinie bis heute – wurden Retriever gezüchtet um erlegtes Wild unbeschädigt zu bringen. Daraus ergeben sich auch die körperlichen Eigenschaften wie sein weiches Maul, mit dem die Beute vorsichtig zum Ziel getragen wird.

Tatsächlich zerstört sie Spielzeuge weniger rasch als manche ihrer Freunde (wie z.B. Terrier). Apportieren ist eine beliebte Trainingsübung, die sie rasch begriffen hat. Beim Spazieren trägt sie am liebsten ein Spielzeug. Der Jagdtrieb selbst ist erfreulicherweise weniger ausgeprägt als bei anderen Rassen.

Foto: Hans Eder

Foto: Hans Eder

Will-to-please

Witzigerweise formuliert es Dogs – im Gegensatz zu den braven Rassebüchern – bereits recht deutlich: die Verfressenheit ermöglicht ein leichtes Training. Darüber hinaus reiht der Verhaltensforscher Stanley Coren den Labrador auf Platz 7 der intelligentesten Hunderassen.

Diese Eigenschaft hat uns als Ersthundebesitzer natürlich besonders gut gefallen. In der Praxis würde ich diese Formulierung aber eher durch „will-to-cheese“ ersetzen 😉 Der Drang nach Futter ermöglicht viele Fortschritte, kennt jedoch auch seine Grenzen. Die Intelligenz hingegen kann ich gerne bestätigen. Sie lernt nicht nur schnell was sie soll – sie lernt und weiß auch vieles, was wir ihr nie beigebracht haben… 😀

Therapie- oder Spürhund?

Mit seiner Auffassungsgabe und seinem Trainingswillen ist der Labrador für etliche Aufgaben in beiden Bereichen geeignet.

Diese Bandbreite zeigt bereits die möglichen Wesenszüge innerhalb einer Rasse. Während ein Therapiehund sensibel und gelassen sein soll, muss der Spürhund mit voller Energie in den Einsatz gehen. Sunny’s Schwester Nimba wird seit dem Welpenalter zum Therapiehund für Kinder ausgebildet. Sunny selbst wäre sicherlich besser als Lawinenspürhund geeignet 😉

Foto: Hans Eder

Foto: Hans Eder

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2 Antworten zu “Typisch Labrador

  1. Lieber Retriever als Schäferhunde! Da bin ich wirklich froh, dass dieser Trend anhält. In neun von zehn Fällen, so sagte mein Tierarzt einmal, würden schlimme Bissverletzungen von Schäferhunden verursacht. Auch Retriever sind nicht ganz ohne, welcher Hund ist das schon, doch dass sie in Beißereien verwickelt sind, ist äußerst selten.
    Die List von Stanley Coren zur Intelligenz von Hunden kenne ich aus einem seiner Bücher. Sie basiert auf Einschätzungen von mehr als 200 Obedience Schiedsrichtern in den USA. Beurteilt wurden 110 Hunderassen (siehe auch http://www.stanleycoren.com/e_intelligence.htm). Dass diese Liste eine Aussage macht, ist zweifelsfrei. Stanley Coren schränkt die Aussage aber auch etwas ein. Beagle etwa landen sehr weit unten. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht intelligent wären. Es ist in der Rasse angelegt, dass sie sehr eigenständig arbeiten müssen und von daher mit Obedience nicht gut zurecht kommen.
    Aus eigener Erfahrung mit meinen Hunden habe ich schon große Unterschiede erlebt, auch bei gleicher Rasse.

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